Überblick
Chakren & Energiefelder
Beschrieben, wie es überliefert ist.
Chakra heisst auf Sanskrit Rad oder Kreis. Gemeint sind Zentren, die in der indischen Überlieferung entlang einer Mittellinie des Körpers angenommen werden — nicht als Organe, sondern als Orte, an denen sich etwas sammelt und wendet. Diese Seite gibt wieder, was die Lehre dazu sagt, woher sie kommt, welche Systeme daneben stehen und was dazu gemessen wurde. Sie hält beides auseinander: was überliefert ist und was untersucht ist. Das eine ersetzt das andere nicht, und keines von beiden wird hier bewertet.
Was diesem Zentrum zugeordnet wird
Drei verschiedene Arten von Zuordnung, hier bewusst getrennt: Die Steine tragen ihre Zuordnung im Steine-Werkzeug selbst. Die Öle sind Zuordnungen aus der Überlieferung — sie schwanken je nach Schule, aufgeführt sind die breit genannten. Die Pflanzen dagegen sind keine Chakra-Zuordnung: Es sind Pflanzen, die traditionell für die Körperregion verwendet werden, die die Lehre dem Zentrum zuordnet. Und der Klang ist wörtlich das, was im Frequenz-Werkzeug hinterlegt ist.
Woher das kommt
Vorstellungen von feinstofflichen Zentren tauchen in indischen Texten seit dem frühen Mittelalter auf, in den tantrischen Schulen ab etwa dem achten Jahrhundert. Die Zahl der Zentren ist dabei nicht festgelegt: Je nach Schule sind es vier, fünf, sechs, neun oder zwölf. Das Siebener-Schema, das heute überall steht, ist eines von mehreren.
Die Fassung, auf der es beruht, ist der Sat-Cakra-Nirupana von Purnananda aus dem Jahr 1577. Nach Europa kam sie durch die englische Übertragung von John Woodroffe, der unter dem Namen Arthur Avalon veröffentlichte: The Serpent Power, 1918. Von dort aus verbreitete sich das Schema im Westen.
Eine Einzelheit lohnt die Erwähnung, weil sie oft für alt gehalten wird: Die Zuordnung der Regenbogenfarben — Rot unten, Violett oben — steht nicht in den alten Texten. Dort werden andere Farben genannt, das Herzzentrum etwa rauchfarben. Die Regenbogenreihe entstand im 20. Jahrhundert; verbreitet wurde sie unter anderem durch Charles Leadbeaters Buch The Chakras von 1927 und später durch die New-Age-Bewegung. Das macht sie nicht wertlos — es ordnet sie nur zeitlich ein.
Ein Zentrum über dem Kopf
In der Arbeit vieler heutiger Schulen kommt zu den sieben ein achtes hinzu: ein Punkt über dem Scheitel, meist mit dreissig bis vierzig Zentimetern Abstand angegeben. Die Namen dafür wechseln — höheres Selbst, Seelenstern, achtes Chakra. Gemeint ist dabei in aller Regel nicht ein weiteres Zentrum im Körper, sondern ein Bezug nach aussen, der über die eigene Person hinausweist.
Die Vorstellung von etwas oberhalb des Scheitels ist nicht neu. Mehrere tantrische Linien beschreiben über dem Kronenzentrum weitere Punkte, unter anderem bindu und ein Guru-Zentrum. Neu ist die heutige Fassung: die Bezeichnung höheres Selbst und die Angabe eines Abstands in Zentimetern stammen aus der Energiearbeit des zwanzigsten Jahrhunderts. Manche Schulen hören bei acht auch nicht auf, sondern zählen weiter bis zwölf.
Der angegebene Abstand schwankt von Schule zu Schule zwischen einer Handbreit und einem Meter; gemessen wird dabei nichts. Wer mit sieben arbeitet, lässt nichts weg, und wer mit acht arbeitet, fügt nichts Fremdes hinzu — die Zahl der Zentren war nie festgelegt.
Die Blätter und das Alphabet
Die sechs unteren Zentren tragen in der Überlieferung eine feste Zahl von Blütenblättern: vier, sechs, zehn, zwölf, sechzehn und zwei. Zusammen ergibt das fünfzig — genau die Zahl der Laute des Sanskrit-Alphabets, die in dieser Darstellung auf die Zentren verteilt werden. Das oberste Zentrum trägt tausend Blätter, was in dieser Bildsprache so viel heisst wie: unzählbar.
Es ist ein Beispiel dafür, wie eng diese Bilder mit der Sprache verbunden sind, aus der sie stammen. Wer nur die Zahlen sieht, verliert diesen Zusammenhang.
Die drei Kanäle
Zwischen den Zentren verlaufen in der Lehre Kanäle, die Nadis heissen. Drei davon werden immer genannt: Sushumna in der Mitte, entlang der Wirbelsäule; Ida links, der kühlen und aufnehmenden Seite zugeordnet; Pingala rechts, der wärmenden und tätigen. Ida und Pingala winden sich um die Mitte und kreuzen einander an den Zentren.
Was durch sie läuft, heisst Prana — Atem und Lebenskraft in einem Wort. Die Übungen des Pranayama arbeiten mit dieser Vorstellung; die Wechselatmung durch je ein Nasenloch bezieht sich unmittelbar auf die beiden Seitenkanäle.
Kundalini bezeichnet in dieser Bildsprache eine Kraft, die am unteren Ende ruht und sich durch Übung aufrichten kann. Dazu gehört ein nüchterner Hinweis: Sehr intensives Üben, vor allem lange Atemanhaltungen und ausgedehnte Retreats, kann seelisch aus dem Gleichgewicht bringen. Das ist beschrieben und ernst zu nehmen — behutsam und begleitet zu üben ist der übliche Rat.
Was daneben steht
Neben der indischen Überlieferung stehen andere Systeme, die ebenfalls mit Strömungen und Zentren arbeiten. Sie werden heute oft in einem Atemzug genannt, stammen aber aus verschiedenen Zeiten und Gegenden und meinen nicht dasselbe.
Meridiane · Qi →
Aus der chinesischen Medizin: zwölf Hauptleitbahnen, auf denen das Qi läuft, mit Punkten, die genadelt oder gedrückt werden. Ein eigenständiges System mit eigener Geschichte — Chakren kommen darin nicht vor. In der heutigen Praxis werden beide oft nebeneinander benutzt; das ist eine moderne Zusammenführung, keine gemeinsame Herkunft.
Doshas · Marma
Aus dem Ayurveda, also aus derselben Kulturregion: drei Grundkräfte (Vata, Pitta, Kapha) und über hundert Marma-Punkte am Körper. Verwandt in der Herkunft, aber nicht dasselbe — Doshas sind keine Chakren, und die Marma-Punkte liegen anderswo.
Reiki · Hara
Aus Japan, ab den 1920er-Jahren von Mikao Usui geprägt: Handauflegen, ohne Druck, in festgelegten Positionen. Der Bezugspunkt ist dort das Hara, die Mitte unterhalb des Nabels — nicht eine Reihe von sieben Zentren.
Aura-Schichten
Die Vorstellung mehrerer Hüllen um den Körper stammt in ihrer heutigen Form aus der Theosophie um 1900, vor allem von Charles Leadbeater und Annie Besant. Sie ist jünger als die Chakren-Überlieferung und wurde später mit ihr verbunden.
Biofeld
Ein Sammelbegriff, der ab den 1990er-Jahren im Forschungsbetrieb aufkam, um Verfahren zusammenzufassen, die mit angenommenen Feldern arbeiten — Reiki, Therapeutic Touch, Qigong-Behandlung und andere. Der Begriff ordnet, er belegt nichts.
Kinesiologie · Polarität
Zwei jüngere Schulen aus dem Westen: die Polaritätstherapie von Randolph Stone in den 1940er-Jahren und die Angewandte Kinesiologie von George Goodheart ab 1964, die mit einem Muskeltest arbeitet. Beide berufen sich auf Energieströme, sind aber eigene Gebäude mit eigenen Begriffen.
Was daran geübt wird
An die Zentren knüpfen Übungen an, die für sich genommen alt und weit verbreitet sind. Bei einigen ist gut untersucht, was sie im Körper tun — beim Atem am besten. Diese Messungen gelten der Übung, nicht der Zuordnung.
Körperhaltungen · Asana →
Im Hatha-Yoga werden Haltungen bestimmten Zentren zugeordnet — Vorbeugen dem Becken, Öffnungen des Brustkorbs dem Herzraum. Was hier gemessen wird, ist die Wirkung der Bewegung selbst: Beweglichkeit, Kraft, Gleichgewicht.
Atem · Pranayama →
Geführte Atemübungen, oft mit verlängerter Ausatmung oder wechselnden Nasenlöchern. Das ist der Teil mit der besten Messlage: Langsames Atmen um sechs Atemzüge in der Minute verändert Herzschlagfolge und Blutdruck kurzfristig nachweisbar.
Stille · Meditation →
Aufmerksamkeit auf ein Zentrum, auf den Atem oder auf ein Wort. Zu Meditation im Allgemeinen gibt es viele Studien mit mittleren Wirkungen auf Anspannung, Angst und Schlaf; sie sagen nichts über die Zentren, sondern über das Üben.
Silben · Mantra
Jedem der sechs unteren Zentren ist eine Keimsilbe zugeordnet — LAM, VAM, RAM, YAM, HAM — die gesummt oder gesprochen wird. Das Summen selbst verlängert die Ausatmung, was den Atem ruhiger macht.
Klang · Frequenzen →
Klangschalen, Stimmgabeln und Tonfolgen, die einzelnen Zentren zugeordnet werden. Die verbreiteten Solfeggio-Frequenzen sind eine Zuordnung des späten 20. Jahrhunderts, die sich auf einen mittelalterlichen Hymnus beruft; die Zahlen selbst stammen aus dieser jüngeren Deutung.
Steine →
Jeder Stein trägt in der Überlieferung eine Zuordnung — Amethyst zum Stirnzentrum, Rosenquarz zum Herzraum, Bergkristall zu allen. Im Steine-Werkzeug lässt sich danach sortieren.
Düfte · Öle →
Auch ätherische Öle werden Zentren zugeordnet, meist über die Pflanze und ihren Ruf. Beim Umgang mit ihnen gelten die üblichen Vorsichtsregeln — sie sind Konzentrate.
Farbe · Licht
Die Regenbogenreihe von Rot bis Violett ist der bekannteste Teil des Ganzen — und der jüngste. Sie wird für Kleidung, Räume, Tücher und Lampen benutzt.
Was gemessen wird und was nicht
Hier gehören zwei Sätze nebeneinander, und beide gehören ganz gesagt.
Der erste: Ein körperliches Gebilde, das den Chakren oder den Nadis entspräche, ist anatomisch nicht gefunden worden. Die Überlieferung selbst beschreibt sie auch nicht als körperlich, sondern als feinstofflich — das ist eine Aussage über eine andere Ebene und keine, die sich mit einem Messgerät prüfen liesse.
Der zweite: Was sich messen lässt, sind Wirkungen der Übungen. Langsames Atmen um sechs Atemzüge in der Minute verändert Herzschlagfolge und Blutdruck kurzfristig nachweisbar. Meditation zeigt in vielen Untersuchungen mittlere Wirkungen auf Anspannung, Angst und Schlaf. Solche Studien sind schwer zu verblinden — man merkt, ob man geübt hat —, und die Ergebnisse schwanken entsprechend.
Zur Aura-Fotografie, die manchmal als Beleg angeführt wird, lässt sich sachlich sagen, was sie abbildet: Das Kirlian-Verfahren zeigt eine elektrische Entladung an der Oberfläche, die deutlich von Feuchtigkeit, Anpressdruck und Spannung abhängt. Was man sieht, ist also gut erklärbar — und es ist etwas anderes als das, was die Lehre meint.
Wo die Grenze liegt
Nichts davon ersetzt eine ärztliche Abklärung. Bei anhaltenden oder neu auftretenden Beschwerden gehört zuerst geschaut, was dahintersteckt — das gilt unabhängig davon, was man sonst übt oder glaubt. Wer beides nebeneinander benutzt, sollte den behandelnden Personen sagen, was er tut, besonders bei Ölen, Kräutern und Fasten.
Und ein letzter Hinweis, der die ganze Seite betrifft: Was hier steht, ist eine Beschreibung. Sie soll ermöglichen, sich in einem grossen und alten Feld zurechtzufinden — nicht dazu überreden und nicht davon abbringen.
Überliefert und untersucht sind zwei verschiedene Arten von Wissen. Beide vertragen es, nebeneinander zu stehen.
Alternativen & Ergänzungen · Steine nach Zuordnung · TCM · Meridiane · Frequenzen
Entstanden auf Anregung von Esther Bohren.
Aperçu
Chakras et champs énergétiques
Décrits tels qu’ils sont transmis.
Chakra signifie en sanskrit roue ou cercle. Il s’agit de centres que la tradition indienne situe le long d’une ligne médiane du corps — non comme des organes, mais comme des lieux où quelque chose se rassemble et se retourne. Cette page restitue ce que la doctrine en dit, d’où elle vient, quels systèmes se tiennent à côté et ce qui a été mesuré. Elle distingue deux choses : ce qui est transmis et ce qui est étudié. L’un ne remplace pas l’autre, et aucun des deux n’est jugé ici.
Ce qui est attribué à ce centre
Trois sortes d’attribution, ici volontairement séparées : les pierres portent la leur dans l’outil Pierres. Les huiles relèvent d’attributions traditionnelles — elles varient selon les écoles, seules les plus répandues figurent ici. Les plantes, elles, ne sont pas une attribution de chakra : ce sont des plantes traditionnellement employées pour la région du corps que la doctrine rattache au centre. Et le son est littéralement ce qui est enregistré dans l’outil Fréquences.
D’où cela vient
Des représentations de centres subtils apparaissent dans les textes indiens dès le haut Moyen Âge, dans les écoles tantriques à partir du huitième siècle environ. Le nombre de centres n’est pas fixé : selon l’école, il y en a quatre, cinq, six, neuf ou douze. Le schéma à sept, aujourd’hui partout, est l’un parmi plusieurs.
La version sur laquelle il repose est le Sat-Cakra-Nirupana de Purnananda, daté de 1577. Elle est parvenue en Europe par la traduction anglaise de John Woodroffe, qui publiait sous le nom d’Arthur Avalon : The Serpent Power, 1918. C’est de là que le schéma s’est diffusé en Occident.
Un détail mérite d’être mentionné, car on le croit souvent ancien : l’attribution des couleurs de l’arc-en-ciel — rouge en bas, violet en haut — ne figure pas dans les textes anciens. D’autres couleurs y sont nommées, le centre du coeur par exemple couleur de fumée. La série arc-en-ciel est née au XXᵉ siècle ; elle a été diffusée notamment par le livre de Charles Leadbeater, The Chakras, en 1927, puis par le mouvement New Age. Cela ne lui ôte rien — cela la situe dans le temps.
Un centre au-dessus de la tête
Dans le travail de nombreuses écoles actuelles, un huitième centre s’ajoute aux sept : un point au-dessus du sommet du crâne, situé le plus souvent à trente ou quarante centimètres. Les noms varient — soi supérieur, étoile de l’âme, huitième chakra. Il ne s’agit en général pas d’un centre de plus dans le corps, mais d’un lien vers l’extérieur, qui dépasse la personne.
L’idée de quelque chose au-dessus du sommet n’est pas récente. Plusieurs lignées tantriques décrivent au-dessus du centre couronne d’autres points, notamment le bindu et un centre du maître. Ce qui est récent, c’est la version d’aujourd’hui : l’appellation soi supérieur et l’indication d’une distance en centimètres viennent du travail énergétique du vingtième siècle. Certaines écoles ne s’arrêtent d’ailleurs pas à huit et comptent jusqu’à douze.
La distance indiquée varie d’une école à l’autre, d’une largeur de main à un mètre ; rien n’y est mesuré. Travailler avec sept, ce n’est rien omettre ; travailler avec huit, ce n’est rien ajouter d’étranger — le nombre des centres n’a jamais été fixé.
Les pétales et l’alphabet
Les six centres inférieurs portent, dans la tradition, un nombre fixe de pétales : quatre, six, dix, douze, seize et deux. Au total cinquante — exactement le nombre des sons de l’alphabet sanskrit, que cette représentation répartit sur les centres. Le centre le plus haut porte mille pétales, ce qui, dans ce langage d’images, veut dire : innombrable.
C’est un exemple de l’étroite parenté entre ces images et la langue dont elles proviennent. À ne voir que les nombres, on perd ce lien.
Les trois canaux
Entre les centres courent, selon la doctrine, des canaux appelés nadis. Trois sont toujours cités : sushumna au milieu, le long de la colonne ; ida à gauche, rattaché au côté frais et réceptif ; pingala à droite, au côté chaud et actif. Ida et pingala s’enroulent autour du milieu et se croisent aux centres.
Ce qui y circule s’appelle prana — souffle et force de vie en un seul mot. Les exercices de pranayama travaillent avec cette représentation ; la respiration alternée par une narine puis l’autre se réfère directement aux deux canaux latéraux.
Kundalini désigne dans ce langage une force qui repose à l’extrémité inférieure et peut se redresser par la pratique. Une remarque sobre s’impose : une pratique très intense, surtout de longues rétentions du souffle et des retraites prolongées, peut déséquilibrer sur le plan psychique. C’est décrit et à prendre au sérieux — pratiquer avec mesure et accompagnement est le conseil habituel.
Ce qui se tient à côté
À côté de la tradition indienne se tiennent d’autres systèmes qui travaillent eux aussi avec des flux et des centres. On les cite souvent d’un même souffle, mais ils viennent d’époques et de régions différentes et ne disent pas la même chose.
Méridiens · Qi →
De la médecine chinoise : douze méridiens principaux où circule le Qi, avec des points que l’on pique ou presse. Un système autonome, avec sa propre histoire — les chakras n’y figurent pas. Dans la pratique actuelle, les deux sont souvent employés côte à côte ; c’est un rapprochement moderne, pas une origine commune.
Doshas · marma
De l’ayurvéda, donc de la même aire culturelle : trois forces fondamentales (vata, pitta, kapha) et plus de cent points marma. Apparenté par l’origine, mais pas identique — les doshas ne sont pas des chakras, et les points marma sont ailleurs.
Reiki · hara
Du Japon, formalisé à partir des années 1920 par Mikao Usui : imposition des mains, sans pression, selon des positions définies. Le point de référence y est le hara, le centre sous le nombril — non une série de sept centres.
Couches de l’aura
L’idée de plusieurs enveloppes autour du corps vient, sous sa forme actuelle, de la théosophie vers 1900, surtout de Charles Leadbeater et Annie Besant. Elle est plus récente que la tradition des chakras et lui a été associée par la suite.
Biochamp
Un terme générique apparu dans la recherche à partir des années 1990 pour regrouper les approches travaillant avec des champs supposés — reiki, toucher thérapeutique, qigong externe et autres. Le terme classe, il ne prouve rien.
Kinésiologie · polarité
Deux écoles occidentales plus récentes : la thérapie de polarité de Randolph Stone dans les années 1940 et la kinésiologie appliquée de George Goodheart à partir de 1964, qui travaille avec un test musculaire. Toutes deux invoquent des flux d’énergie, mais constituent des édifices propres, avec leur vocabulaire.
Ce qui se pratique
Aux centres se rattachent des exercices qui, pris en eux-mêmes, sont anciens et très répandus. Pour certains, on sait bien ce qu’ils font dans le corps — pour le souffle, le mieux. Ces mesures portent sur l’exercice, non sur l’attribution.
Postures · asana →
Dans le hatha-yoga, des postures sont attribuées à certains centres — les flexions avant au bassin, les ouvertures de la poitrine à l’espace du coeur. Ce qui se mesure ici, c’est l’effet du mouvement lui-même : souplesse, force, équilibre.
Souffle · pranayama →
Exercices de respiration guidés, souvent avec expiration allongée ou alternance des narines. C’est la partie la mieux documentée : respirer lentement, autour de six cycles par minute, modifie de façon mesurable le rythme cardiaque et la tension à court terme.
Silence · méditation →
Attention portée sur un centre, sur le souffle ou sur un mot. La méditation en général est bien étudiée, avec des effets moyens sur la tension, l’anxiété et le sommeil ; ces études ne disent rien des centres, mais de la pratique.
Syllabes · mantra
À chacun des six centres inférieurs correspond une syllabe germe — LAM, VAM, RAM, YAM, HAM — que l’on fredonne ou prononce. Le fredonnement allonge l’expiration, ce qui apaise la respiration.
Son · fréquences →
Bols chantants, diapasons et suites de sons attribués à des centres. Les fréquences solfeggio répandues sont une attribution de la fin du XXᵉ siècle qui se réclame d’une hymne médiévale ; les nombres eux-mêmes viennent de cette lecture récente.
Pierres →
Chaque pierre porte dans la tradition une attribution — améthyste au centre frontal, quartz rose à l’espace du coeur, cristal de roche à tous. L’outil Pierres permet de trier selon ce critère.
Parfums · huiles →
Les huiles essentielles reçoivent également des attributions, le plus souvent via la plante et sa réputation. Leur maniement suit les précautions habituelles — ce sont des concentrés.
Couleur · lumière
La série arc-en-ciel du rouge au violet est la partie la plus connue de l’ensemble — et la plus récente. Elle sert pour les vêtements, les pièces, les étoffes et les lampes.
Ce qui se mesure et ce qui ne se mesure pas
Ici, deux phrases vont ensemble, et chacune mérite d’être dite entièrement.
La première : aucune structure corporelle correspondant aux chakras ou aux nadis n’a été trouvée en anatomie. La tradition elle-même ne les décrit pas comme corporels mais comme subtils — c’est un énoncé sur un autre plan, qu’aucun appareil ne saurait vérifier.
La seconde : ce qui se mesure, ce sont les effets des exercices. Respirer lentement, autour de six cycles par minute, modifie de façon démontrable le rythme cardiaque et la tension à court terme. La méditation montre dans de nombreuses études des effets moyens sur la tension, l’anxiété et le sommeil. De telles études sont difficiles à mener en aveugle — on sait si l’on a pratiqué — et les résultats varient en conséquence.
Quant à la photographie de l’aura, parfois avancée comme preuve, on peut dire objectivement ce qu’elle montre : le procédé Kirlian rend visible une décharge électrique de surface, très dépendante de l’humidité, de la pression d’appui et de la tension. Ce que l’on voit s’explique donc bien — et c’est autre chose que ce dont parle la doctrine.
Où est la limite
Rien de tout cela ne remplace un examen médical. En cas de troubles persistants ou nouveaux, il faut d’abord chercher ce qu’il y a derrière — indépendamment de ce que l’on pratique ou croit par ailleurs. En associant les deux, il faut dire aux soignants ce que l’on fait, surtout pour les huiles, les plantes et le jeûne.
Et une dernière remarque, qui vaut pour toute la page : ce qui est écrit ici est une description. Elle doit permettre de s’orienter dans un domaine vaste et ancien — ni convaincre ni dissuader.
Transmis et étudié sont deux sortes de savoir. Toutes deux supportent de se tenir côte à côte.
Alternatives et compléments · Pierres par attribution · MTC · méridiens · Fréquences
Née d’une suggestion d’Esther Bohren.
Overview
Chakras and energy fields
Described as they are handed down.
Chakra is Sanskrit for wheel or circle. What is meant are centres that the Indian tradition places along a midline of the body — not as organs, but as places where something gathers and turns. This page sets out what the teaching says about them, where it comes from, which systems stand alongside it, and what has been measured. It keeps two things apart: what is handed down and what has been studied. Neither replaces the other, and neither is judged here.
What is assigned to this centre
Three different kinds of assignment, deliberately kept apart here: the stones carry theirs in the Stones tool itself. The oils are assignments from tradition — they vary between schools, and only the widely named ones are listed. The plants, by contrast, are not a chakra assignment: they are plants traditionally used for the body region that the teaching assigns to the centre. And the sound is literally what is stored in the Frequencies tool.
Where it comes from
Ideas of subtle centres appear in Indian texts from the early Middle Ages, in the tantric schools from about the eighth century. The number of centres is not fixed: depending on the school there are four, five, six, nine or twelve. The seven-scheme that stands everywhere today is one among several.
The version it rests on is the Sat-Cakra-Nirupana by Purnananda, dated 1577. It reached Europe through the English rendering by John Woodroffe, who published under the name Arthur Avalon: The Serpent Power, 1918. From there the scheme spread in the West.
One detail is worth mentioning, because it is often taken to be ancient: the assignment of the rainbow colours — red at the bottom, violet at the top — is not in the old texts. Other colours are named there, the heart centre for instance the colour of smoke. The rainbow series arose in the twentieth century; it was spread among others by Charles Leadbeater’s book The Chakras in 1927 and later by the New Age movement. That takes nothing away from it — it places it in time.
A centre above the head
In the work of many present-day schools an eighth centre joins the seven: a point above the crown, usually given as thirty to forty centimetres above it. The names vary — higher self, soul star, eighth chakra. What is meant is generally not a further centre in the body but a connection outwards, pointing beyond the person.
The idea of something above the crown is not new. Several tantric lines describe further points above the crown centre, among them bindu and a teacher centre. What is new is today’s version: the term higher self and the statement of a distance in centimetres come from twentieth-century energy work. Some schools do not stop at eight either and count on up to twelve.
The distance given varies from school to school between a hand’s width and a metre; nothing is measured in the process. Working with seven leaves nothing out, and working with eight adds nothing foreign — the number of centres was never fixed.
The petals and the alphabet
The six lower centres carry, in the tradition, a fixed number of petals: four, six, ten, twelve, sixteen and two. Together that makes fifty — exactly the number of sounds in the Sanskrit alphabet, which this depiction distributes across the centres. The topmost centre carries a thousand petals, which in this language of images means: uncountable.
It is an example of how closely these images are bound to the language they come from. Anyone who sees only the numbers loses that connection.
The three channels
Between the centres run channels called nadis. Three are always named: sushumna in the middle, along the spine; ida on the left, assigned to the cool and receiving side; pingala on the right, to the warming and active one. Ida and pingala wind around the middle and cross each other at the centres.
What runs through them is called prana — breath and life force in one word. The exercises of pranayama work with this picture; alternate nostril breathing refers directly to the two side channels.
Kundalini names, in this language of images, a force that rests at the lower end and can rise through practice. A sober note belongs with it: very intense practice, above all long breath retentions and extended retreats, can unsettle a person emotionally. That is described and to be taken seriously — practising gently and with guidance is the usual advice.
What stands alongside
Beside the Indian tradition stand other systems that likewise work with flows and centres. They are often named in one breath today, but they come from different times and places and do not mean the same thing.
Meridians · Qi →
From Chinese medicine: twelve main channels along which Qi runs, with points that are needled or pressed. A system of its own with its own history — chakras do not appear in it. In today’s practice the two are often used side by side; that is a modern joining, not a shared origin.
Doshas · marma
From Ayurveda, so from the same cultural region: three basic forces (vata, pitta, kapha) and over a hundred marma points on the body. Related in origin but not the same — doshas are not chakras, and the marma points lie elsewhere.
Reiki · hara
From Japan, shaped from the 1920s by Mikao Usui: hands laid on without pressure, in set positions. The reference point there is the hara, the centre below the navel — not a series of seven centres.
Aura layers
The idea of several sheaths around the body comes, in its present form, from theosophy around 1900, above all from Charles Leadbeater and Annie Besant. It is younger than the chakra tradition and was linked with it later.
Biofield
An umbrella term that appeared in research from the 1990s to group approaches that work with assumed fields — reiki, therapeutic touch, external qigong and others. The term sorts; it establishes nothing.
Kinesiology · polarity
Two younger Western schools: Randolph Stone’s polarity therapy in the 1940s and George Goodheart’s applied kinesiology from 1964, which works with a muscle test. Both invoke flows of energy, but each is its own structure with its own vocabulary.
What is practised
Exercises attach to the centres that are, taken on their own, old and widespread. For some it is well studied what they do in the body — for the breath, best of all. Those measurements concern the exercise, not the assignment.
Postures · asana →
In hatha yoga, postures are assigned to particular centres — forward bends to the pelvis, chest openings to the heart space. What is measured here is the effect of the movement itself: flexibility, strength, balance.
Breath · pranayama →
Guided breathing exercises, often with a lengthened out-breath or alternating nostrils. This is the part with the best measurements: breathing slowly at around six breaths a minute measurably changes heart rhythm and blood pressure in the short term.
Stillness · meditation →
Attention on a centre, on the breath or on a word. Meditation in general is well studied, with moderate effects on tension, anxiety and sleep; those studies say nothing about the centres, but about the practising.
Syllables · mantra
Each of the six lower centres has a seed syllable — LAM, VAM, RAM, YAM, HAM — that is hummed or spoken. The humming itself lengthens the out-breath, which quietens the breathing.
Sound · frequencies →
Singing bowls, tuning forks and sequences of tones assigned to individual centres. The widespread solfeggio frequencies are a late twentieth-century assignment that appeals to a medieval hymn; the numbers themselves come from that recent reading.
Stones →
Each stone carries an assignment in the tradition — amethyst to the brow centre, rose quartz to the heart space, clear quartz to all. The Stones tool can sort by it.
Scents · oils →
Essential oils are also assigned to centres, usually through the plant and its reputation. Handling them follows the usual precautions — they are concentrates.
Colour · light
The rainbow series from red to violet is the best-known part of the whole — and the youngest. It is used for clothing, rooms, cloths and lamps.
What is measured and what is not
Here two sentences belong side by side, and each deserves to be said in full.
The first: no bodily structure corresponding to the chakras or the nadis has been found in anatomy. The tradition itself does not describe them as bodily but as subtle — that is a statement about another level, and not one an instrument could check.
The second: what can be measured are the effects of the practices. Breathing slowly at around six breaths a minute demonstrably changes heart rhythm and blood pressure in the short term. Meditation shows moderate effects on tension, anxiety and sleep across many studies. Such studies are hard to blind — you know whether you practised — and the results vary accordingly.
As for aura photography, sometimes offered as proof, it can be said plainly what it shows: the Kirlian process makes visible an electrical discharge at the surface, strongly dependent on moisture, contact pressure and voltage. What one sees is therefore well explained — and it is something other than what the teaching means.
Where the limit lies
None of this replaces a medical assessment. With persistent or newly appearing complaints, the first task is to find what lies behind them — regardless of what one otherwise practises or believes. Anyone using both alongside each other should tell those treating them what they are doing, especially with oils, herbs and fasting.
And a final note that applies to the whole page: what stands here is a description. It is meant to make a large and old field navigable — not to talk anyone into it and not to talk anyone out of it.
Handed down and studied are two kinds of knowledge. Both can bear to stand side by side.
Alternatives & additions · Stones by assignment · TCM · meridians · Frequencies
Made at the suggestion of Esther Bohren.